Heidi Larcher: Hier mein Schriftverkehr ab demselben Tag, an dem ich die Tortur des Hundes in Annaberg unterbrochen hatte, sowie Berichte und Reaktionen. Mein Ziel ist es, den Hunden der schwarzen Schafe (Musher mit äußerst bedenklichen Trainingsmethoden) in Zukunft zumindest bei Rennen viel Leid zu ersparen.
Da ich nichts davon halte, mails die an mich geschrieben wurden zu veröffentlichen (so wie jemand, der schon öfter aus Foren hinausgeschmissen wurde), andererseits aber meine mails kein Geheimnis sind stellen wir nun meine eigenen Texte auf die Homepage. Ich bekam überrschend? keine Antworten. Daraus ergibt sich zweifellos ein klares Bild. Es gehört eben Stärke dazu, Fehler einzugestehen und zu lernen, da darf man bei manchen Leuten nicht zu viel erwarten.
From: Heidi LARCHER [mailto:heidi.larcher@kstp.at] Sent: Freitag, 08. Februar 2008 01:48 To: Hr. Schachinger' Subject: RE: Schlittenhunderennen Annaberg
Servus Sepp,
ja es war für mich auch überraschend, dass Paul Cech am Montag abend im Internet behauptete, der Hund wäre am Sonntag ganz normal gelaufen!
Wie du so schön schreibst:
Wo man wieder sieht wenn man sich nicht auskennt oder keine Ahnung hat sollte man besser vor Inbetriebnahme des Mundwerks sein Hirn einschalten!
Bis dahin hatte ich die Info, dass Komac mit 8 Hunden an den Start gegangen wäre, war froh darüber und hielt mich an meine Zusage. Da Herr Cech aber als Vertreter von Royal Canin so tat, als wüsste er es aus 1. Quelle wurde seiner Aussage (bzw. Geschreibsel) halt eine gewisse Glaubwürdigkeit unterstellt.
Es tut mir leid für dich dass du so viele Umstände hast aber NICHT ICH, sondern der veranstaltende Verein ist dafür verantwortlich. Hättet ihr anders reagiert nämlich einfach das Notwendige getan wäre überhaupt nichts passiert.
Sepp ich finde dich sympathisch und lebe am liebsten mit meinen Mitmenschen in Frieden, aber MIR jetzt die Schuld an Komacs Tierquälerei, am NICHT-Vorhandensein eines Tierarztes und am ignoranten Verhalten der Rennleitung zu geben, ist schon ein starkes Stück. Ich war leise, ich war diskret und habe Aufsehen vermieden. Die meisten Zuschauer dachten sowieso ICH wäre die 1. Hilfe für den Hund und es würde eh schon was getan, erst als dann genau nix passierte wuchs die Empörung. Hr. Cech hat die Sache ins Internet gebracht (vielleicht hättet ihr anstatt mich IHN bedrohen sollen?), auch dafür kann ich nichts und übernehme ich ebenfalls keine Verantwortung. Dass ich natürlich nicht wie ein Opferlamm zusehen werde, wenn man mich als Lügnerin hinzustellen versucht ist klar.
Nach 7 Jahren Schlittenhundesport, Rennsprecherin und Mitorganisatorin von zig-Rennen besitze ich das nötige Wissen und die Erfahrung,du musst dir halt deine Partner genauer anschauen: der BSSC hat zum 1. Mal ein Schneerennen organisiert ohne die Erfahrung von euch Einheimischen wäre möglicherweise noch ganz was anderes passiert.
Ich wurde am Samstag von euch belogen und bedroht, warum hätte ICH dich anrufen sollen? Umgekehrt wäre es schon denkbarer gewesen, du hättest mich anrufen können um sicher zu gehen, dass ich die richtigen Informationen bekomme.
Ich habe am Mittwoch! mit Hr. Dr. Fallmann telefoniert und er hat mir persönlich gesagt, dass er am Samstag überhaupt nicht, und am Sonntag nur sehr kurz in Annaberg war, weil er gleich wieder weg musste. Die Untersuchung des Hundes war am Mittwoch, vermutlich nicht aufgrund meines Anrufes sondern wegen der Anzeige des Amtsarztes aus Tulln! Und schließlich war ich Gott sei Dank! - nicht die einzige die das alles gesehen hat, es sind auch andere Menschen aktiv geworden, z.B. habe ich die Fotos bekommen von jemandem, den ich überhaupt nicht kenne.
Danke im Voraus wenn du mich über den Verlauf der Angelegenheit informieren wirst. Ich glaube nicht, dass Annaberg als Ort irgendwelchen Schaden davontragen wird, denn darum geht es ja auch gar nicht. Und es wird auch niemandem sonst ein Schaden entstehen der aus diesem Vorfall lernt, und es in Zukunft besser macht.
From: Heidi LARCHER [mailto:heidi.larcher@kstp.at] Sent: Dienstag, 22. Jänner 2008 08:31 To: 'cech@dogcompany.at' Cc: 'mushing austria INFO' Subject: FW: Annaberg
Sorry, die vorige mail ging ohne die Kopie weg (passiert mir manchmal), hier inklusive der Kopie
mfg
From: Heidi LARCHER [mailto:heidi.larcher@kstp.at] Sent: Dienstag, 22. Jänner 2008 08:27 To: 'cech@dogcompany.at' Cc: 'mushing austria INFO' Subject: Annaber
Servus Paul,
da ich soeben erfahren habe, dass laut Dir im Internet der Hund am Sonntag doch gelaufen ist fühle ich mich an meine Zusage im mail von Samastag abend an S. Schachinger nicht mehr gebunden und sende Dir hier dieses Schriftstück, das ich auch an die Presse weiterleiten werde, falls der BSSC nicht doch noch sein Fehlverhalten eingesteht.
Du bist im Zielraum weit hinter der Ziellinie gestanden als ich an Dir vorbeiging und Du mich angesprochen hast. Falls Du mir dann gefolgt bist, kannst Du den Schlitten von Komac höchstens von hinten gesehen haben, daher war auch für Dich nicht feststellbar, ... dass der Hund von selber vom Schlitten.... gesprungen sein soll. Dass der Hund völlig entkräftet minutenlang in der Lacke gelegen hat bevor er weggebracht wurde, kann auch Dir nicht entgangen sein.
Ich wundere mich sehr über Deine Behauptungen gerade Dir hätte ich Objektivität zugetraut, naja, man kann sich irren.
Zu Deiner Verwunder, warum 2 Tage lang nichts getan wurde: Gerne kann ich Dir auch meine mail an Schinzel senden in der meine Forderungen und im Falle der Nichterfüllung meine weitere Vorgehensweise aufgeschrieben sind.
Ich habe keine Angst vor diesem Verein und seinen Marionetten und ich nehme auch keine Rücksicht auf Mitarbeiter von Sponsoren wenn diese nicht die Power haben, entgegen den Interessen des Clubs hinter dem Tierschutz zu stehen.
Die Kopie meiner mail an S. Schachinger am Samstag abend:
Servus Sepp,
im folgenden beschreibe ich den Ablauf der Handlungen heute in Annaberg ab der Zielanfahrt bis wenige Meter vor der Ziellinie:
Manfred Komac stoppte am gegenüberliegenden Berghang bereits in der Anfahrt zur Brücke, sein Gespann, ging nach vorne (Zuschauer berichteten hinterher ein Hund war gestürzt und er stellte ihn wieder auf die Beine), stieg dann wieder auf den Schlitten und fuhr in den Zieleinlauf. Als ein Teamdog stürzte und liegen blieb stoppte er den Schlitten, ging nach vorne, stellte den Hund unsanft auf die Beine und bestieg danach wieder den Schlitten. Der Hund konnte offensichtlich kaum stehen, als das Gespann losging fiel der Hund um und wurde einige Meter mitgeschliffen, bevor Komac das Gespann wieder stoppte. Er ging wieder nach vorne, stellte den Hund wieder auf die Beine, der fiel - kraftlos sofort wieder um. Inzwischen war Gerald Schinzel auf den Schlitten gestiegen um ihn anzuhalten.
Ich hatte schon beim ersten Hinfallen des Hundes nicht verstanden, warum der Musher ihn nicht längst in den für solche erschöpften Hunde vorgesehenen Schlittensack gepackt hatte, wartete aber noch ab, ob er es jetzt endlich tun würde. Als Komac wieder auf den Schlitten stieg und den Hund vom Gespann mitschleifen ließ überschritt er die nicht nur die gesetzlichen Vorgaben zum wiederholten Mal, sondern zusätzlich auch die Toleranzgrenze jedes echten Tierfreundes, also ging ich in den Zielraum, am Gespann vorbei zu Schinzel und teilte ihm mit, wenn der Musher den Hund jetzt nicht sofort in den Schlittensack setzt hole ich den Tierschutz. Schinzel sagte laut zu Komac: sie will, dass du den Hund in den Schlittensack setzt. Komac ging daraufhin zum Schlitten. In der Zwischenzeit ging ich nach vorne zu dem immer noch reglos da liegenden Hund, neben dem die Lebensgefährtin von Komac kniete. Auch ihr teilte ich dasselbe mit wie zuvor Schinzel. Sie meinte: Sag ihm das selber. Also ging ich wieder zurück zum Schlitten, Komac kam mir auf halbem Weg entgegen, ich teilte ihm dasselbe mit wie den beiden anderen zuvor: Setz den Hund sofort in den Schlittensack oder ich komme mit dem Tierschutz.. Da trat er dicht neben mich und sagte laut mit hochaufgerichteter, leicht zu mir gebeugter Körperhaltung: Wer bist du? Ich brech dir das Nasenbein. Meine Antwort war : du bist mir egal, mir geht es um den Hund und pack ihn jetzt in den Schlittensack.
Was Komac daraufhin auch tat.
Daraufhin verließ ich den Zielraum und beobachtete die Abfahrt des Gespanns. Beim Vorbeifahren rief Komac mir zu: du kannst mitgehen und schauen was ich jetzt tue. Was ich daraufhin natürlich tat, dabei sah ich folgendes:
Ca. 20 m vor dem Stake Out fiel der Hund vom Schlittensack mitten in eine Wasserlacke. Auf eisigem Untergrund und ungeschützt vor dem Wind blieb der Hund vorerst einige Minuten alleine liegen. Ich fragte den Rennleiter Helmut Kellner nach dem Tierarzt. Da keiner anwesend war wollte ich selber einen holen. Da sprach Kellner mit Schinzel, der sprach mit Schachinger, woraufhin ich zu dem Hund zurück ging. Er lag immer noch allein und reglos in der Wasserlacke. Endlich, etliche lange Minuten später kam Angelika Vasko, während sie sich näherte sagte sie sehr laut, ich würde der Veranstaltung schaden etc., und beim Reden wollte sie den Hund auf die Beine stellen. Der war zu schwach und fiel sofort wieder um. Ich antwortete: nicht ich schade der Veranstaltung sondern der Musher, der seinen Hund leiden lässt, auch die anderen Hunde im Team zeigen ja massive Erschöpfungserscheinungen. Mir geht es einzig um den Hund und forderte sie auf, den Hund zum Stake Out zu tragen, was sie nach einer kurzen, aber heftigen Diskussion ihrerseits auch tat.
Es kam zwar kein Tierarzt, dafür aber Schinzel und Schachinger, die mir irgendetwas androhten, wenn ich über den Vorfall auch nur eine einzige Zeile schreiben würde. Mir war das unverständlich. Ich fragte wieder nach dem Tierarzt, Schachinger erklärte mir, dass es Sache des Mushers wäre, einen Tierarzt anzufordern. Da ich die Rennregeln und das Merkblatt der Ombudsfrau kenne widersprach ich entschieden. Da erklärte er mir, wenn der Musher sich weigere, den Tierarzt zu bezahlen müßte er das bezahlen und das wolle er nicht.
Unterdessen lag der Hund ca. 15 Minuten lang unbeachtet reglos neben dem Stake Out, ein Mann fotografierte das Tier in diesem Zustand und wurde vom musher wegeschickt. Wiederum etliche Minuten später legte man den Kopf des Hundes auf seine Wasserschüssel, da er anscheinend noch immer bewegungsunfähig war blieb er einfach so liegen, wie man ihn hingelegt hatte. Ich bat einen der Rennleiter, mit Komac zu sprechen, er solle den Hund zumindest in die warme Box legen. Die Antwort machte mir wenig Hoffnung und es passierte dann auch nicht, denn wiederum eine halbe Stunde später lag der Hund noch genauso dort.
Ich bin nicht sicher, ob das Tier diese Strapaze überlebt hat. Ich bekam seitens der Veranstalter keinerlei Unterstützung, dafür aber Drohungen, Vorwürfe und die Verwarnung, ich solle ja nichts darüber schreiben.(?) Auch kümmerte sich keiner der anwesenden Musher und doghandler oder Clubkollegen um den Hund. Ich persönlich fürchtete einen tätlichen Angriff auf mich, wenn ich mich dem Hund nähern würde und ich vermute, dass andere Menschen, die gerne dem Tier geholfen hätten, dieselbe Befürchtung hatten.
Festhalten möchte ich, dass von seiten der Hundebesitzer und der Renn-Veranstalter der Hund als Thema überhaupt nicht zur Sprache kam, es ging nur darum, dass ich es wagte, diese Tierquälerei zu unterbrechen. Die Zuschauer, sowohl Publikum als auch andere Musher beobachteten den Handlungsablauf mit traurigen Gesichtern, zum Teil mit Tränen in den Augen.
Heidi Larcher
Mein Kommentar an Dich zu dieser Sache:
Wer Fehler macht sollte diese zugeben, damit sie nicht wieder passieren. Deine Reaktion und Drohung auf mein Eingreifen in einer Sache, die eigentlich Aufgabe der beiden Rennleiter gewesen wäre, läßt für mich keine Fehler-Einsicht erkennen. Tatsache ist jedoch, dass hier grobe Fehler gemacht wurden - zugunsten eines Menschen auf Kosten (mindestens) eines Hundes.
Ich finde es schändlich, dass Komac so mit seinen Hunden umgehen darf weil inkompetente Verantwortliche zu feige sind, das zu verhindern.
Im Anhang sende ich Dir das von mir nach meiner Frage nach dem Tierarzt angesprochene Merkblatt der Tierschutz-Ombudsfrau, da kannst Du nachlesen, welche Mängel und Versäumnisse heute in Annaberg auf Deiner Veranstaltung unter Deiner Verantwortung stattgefunden haben. Ich habe die entsprechenden Textstellen rot markiert.
Sollte ich erfahren, dass Komac den Hund morgen, Sonntag, wieder auf den Trail mitnimmt, informiere ich am Montag die NÖ Tierschutz-Ombudsfrau Dr. Lucia Giefing, und andere zuständigen Stellen, zu einer davon gehöre ich selber, nämlich zu animal hoarding. Das ist eine gut gemeinte Warnung und ich bitte Dich zum Wohle des Hundes zu verhindern, dass dieser Hund morgen an den Start gehen muss. Falls Dir das gelingt ist die Sache - was Annaberg betrifft - für mich erledigt.
Diese mail ist absichtlich so geschrieben, dass ich sie jederzeit an jedes Medium weiterleiten kann, wenn ich es für notwendig halte, um die Zustände im Umgang mit den Hunden zu ändern.
Mit freundlichen Grüßen Heidi Larcher
Soweit meine Info an Dich Paul Mit freundlichen Grüßen
From: Heidi LARCHER [mailto:heidi.larcher@kstp.at] Sent: Samstag, 19. Jänner 2008 22:37 To: 'buero@gasthof-schachinger.at' Subject: Merkblatt des NÖ Tierschutz-Ombudsfrau
Servus Sepp,
im folgenden beschreibe ich den Ablauf der Handlungen heute in Annaberg ab der Zielanfahrt bis wenige Meter vor der Ziellinie:
Manfred Komac stoppte am gegenüberliegenden Berghang bereits in der Anfahrt zur Brücke, sein Gespann, ging nach vorne (Zuschauer berichteten hinterher ein Hund war gestürzt und er stellte ihn wieder auf die Beine), stieg dann wieder auf den Schlitten und fuhr in den Zieleinlauf. Als ein Teamdog stürzte und liegen blieb stoppte er den Schlitten, ging nach vorne, stellte den Hund unsanft auf die Beine und bestieg danach wieder den Schlitten. Der Hund konnte offensichtlich kaum stehen, als das Gespann losging fiel der Hund um und wurde einige Meter mitgeschliffen, bevor Komac das Gespann wieder stoppte. Er ging wieder nach vorne, stellte den Hund wieder auf die Beine, der fiel - kraftlos sofort wieder um. Inzwischen war Gerald Schinzel auf den Schlitten gestiegen um ihn anzuhalten.
Ich hatte schon beim ersten Hinfallen des Hundes nicht verstanden, warum der Musher ihn nicht längst in den für solche erschöpften Hunde vorgesehenen Schlittensack gepackt hatte, wartete aber noch ab, ob er es jetzt endlich tun würde. Als Komac wieder auf den Schlitten stieg und den Hund vom Gespann mitschleifen ließ überschritt er die nicht nur die gesetzlichen Vorgaben zum wiederholten Mal, sondern zusätzlich auch die Toleranzgrenze jedes echten Tierfreundes, also ging ich in den Zielraum, am Gespann vorbei zu Schinzel und teilte ihm mit, wenn der Musher den Hund jetzt nicht sofort in den Schlittensack setzt hole ich den Tierschutz. Schinzel sagte laut zu Komac: sie will, dass du den Hund in den Schlittensack setzt. Komac ging daraufhin zum Schlitten. In der Zwischenzeit ging ich nach vorne zu dem immer noch reglos da liegenden Hund, neben dem die Lebensgefährtin von Komac kniete. Auch ihr teilte ich dasselbe mit wie zuvor Schinzel. Sie meinte: Sag ihm das selber. Also ging ich wieder zurück zum Schlitten, Komac kam mir auf halbem Weg entgegen, ich teilte ihm dasselbe mit wie den beiden anderen zuvor: Setz den Hund sofort in den Schlittensack oder ich komme mit dem Tierschutz.. Da trat er dicht neben mich und sagte laut mit hochaufgerichteter, leicht zu mir gebeugter Körperhaltung: Wer bist du? Ich brech dir das Nasenbein. Meine Antwort war : du bist mir egal, mir geht es um den Hund und pack ihn jetzt in den Schlittensack.
Was Komac daraufhin auch tat.
Daraufhin verließ ich den Zielraum und beobachtete die Abfahrt des Gespanns. Beim Vorbeifahren rief Komac mir zu: du kannst mitgehen und schauen was ich jetzt tue. Was ich daraufhin natürlich tat, dabei sah ich folgendes:
Ca. 20 m vor dem Stake Out fiel der Hund vom Schlittensack mitten in eine Wasserlacke. Auf eisigem Untergrund und ungeschützt vor dem Wind blieb der Hund vorerst einige Minuten alleine liegen. Ich fragte den Rennleiter Helmut Kellner nach dem Tierarzt. Da keiner anwesend war wollte ich selber einen holen. Da sprach Kellner mit Schinzel, der sprach mit Schachinger, woraufhin ich zu dem Hund zurück ging. Er lag immer noch allein und reglos in der Wasserlacke. Endlich, etliche lange Minuten später kam Angelika Vasko, während sie sich näherte sagte sie sehr laut, ich würde der Veranstaltung schaden etc., und beim Reden wollte sie den Hund auf die Beine stellen. Der war zu schwach und fiel sofort wieder um. Ich antwortete: nicht ich schade der Veranstaltung sondern der Musher, der seinen Hund leiden lässt, auch die anderen Hunde im Team zeigen ja massive Erschöpfungserscheinungen. Mir geht es einzig um den Hund und forderte sie auf, den Hund zum Stake Out zu tragen, was sie nach einer kurzen, aber heftigen Diskussion ihrerseits auch tat.
Es kam zwar kein Tierarzt, dafür aber Schinzel und Schachinger, die mir irgendetwas androhten, wenn ich über den Vorfall auch nur eine einzige Zeile schreiben würde. Mir war das unverständlich. Ich fragte wieder nach dem Tierarzt, Schachinger erklärte mir, dass es Sache des Mushers wäre, einen Tierarzt anzufordern. Da ich die Rennregeln und das Merkblatt der Ombudsfrau kenne widersprach ich entschieden. Da erklärte er mir, wenn der Musher sich weigere, den Tierarzt zu bezahlen müßte er das bezahlen und das wolle er nicht.
Unterdessen lag der Hund ca. 15 Minuten lang unbeachtet reglos neben dem Stake Out, ein Mann fotografierte das Tier in diesem Zustand und wurde vom musher wegeschickt. Wiederum etliche Minuten später legte man den Kopf des Hundes auf seine Wasserschüssel, da er anscheinend noch immer bewegungsunfähig war blieb er einfach so liegen, wie man ihn hingelegt hatte. Ich bat einen der Rennleiter, mit Komac zu sprechen, er solle den Hund zumindest in die warme Box legen. Die Antwort machte mir wenig Hoffnung und es passierte dann auch nicht, denn wiederum eine halbe Stunde später lag der Hund noch genauso dort.
Ich bin nicht sicher, ob das Tier diese Strapaze überlebt hat. Ich bekam seitens der Veranstalter keinerlei Unterstützung, dafür aber Drohungen, Vorwürfe und die Verwarnung, ich solle ja nichts darüber schreiben.(?) Auch kümmerte sich keiner der anwesenden Musher und doghandler oder Clubkollegen um den Hund. Ich persönlich fürchtete einen tätlichen Angriff auf mich, wenn ich mich dem Hund nähern würde und ich vermute, dass andere Menschen, die gerne dem Tier geholfen hätten, dieselbe Befürchtung hatten.
Festhalten möchte ich, dass von seiten der Hundebesitzer und der Renn-Veranstalter der Hund als Thema überhaupt nicht zur Sprache kam, es ging nur darum, dass ich es wagte, diese Tierquälerei zu unterbrechen. Die Zuschauer, sowohl Publikum als auch andere Musher beobachteten den Handlungsablauf mit traurigen Gesichtern, zum Teil mit Tränen in den Augen.
Heidi Larcher Mein Kommentar an Dich zu dieser Sache:
Wer Fehler macht sollte diese zugeben, damit sie nicht wieder passieren. Deine Reaktion und Drohung auf mein Eingreifen in einer Sache, die eigentlich Aufgabe der beiden Rennleiter gewesen wäre, läßt für mich keine Fehler-Einsicht erkennen. Tatsache ist jedoch, dass hier grobeFehler gemacht wurden - zugunsten eines Menschen auf Kosten (mindestens)eines Hundes.
Ich finde es schändlich, dass Komac so mit seinen Hunden umgehen darf weil inkompetente Verantwortliche zu feige sind, das zu verhindern.
Im Anhang sende ich Dir das von mir nach meiner Frage nach dem Tierarzt angesprochene Merkblatt der Tierschutz-Ombudsfrau, da kannst Du nachlesen, welche Mängel und Versäumnisse heute in Annaberg auf Deiner Veranstaltung unter Deiner Verantwortung stattgefunden haben. Ich habe die entsprechenden Textstellen rot markiert.
Sollte ich erfahren, dass Komac den Hund morgen, Sonntag, wieder auf den Trail mitnimmt, informiere ich am Montag die NÖ Tierschutz-Ombudsfrau Dr. Lucia Giefing, und andere zuständigen Stellen, zu einer davon gehöre ich selber, nämlich zu animal hoarding. Das ist eine gut gemeinte Warnung und ich bitte Dich zum Wohle des Hundes zu verhindern, dass dieser Hund morgen an den Start gehen muss. Falls Dir das gelingt ist die Sache - was Annaberg betrifft - für mich erledigt.
Diese mail ist absichtlich so geschrieben, dass ich sie jederzeit an jedes Medium weiterleiten kann, wenn ich es für notwendig halte, um die Zustände im Umgang mit den Hunden zu ändern.